Bruderschaft der Heiligen Apostel Petrus und Paulus

 


Rom im April 2006

Liebe Mitbrüder in der Bruderschaft,

von den Gräbern der Hl. Apostel Petrus und Paulus in Rom sende ich Euch allen und Euren Angehörigen Gottes reichen Segen und die Fürsprache unserer hl. Patrone, die wir hier in Rom besonders verehren. Der Nachfolger des heiligen Apostels Petrus, Papst Benedikt XVI. hat ein hohes Ansehen in der Weltkirche uind auch ausserhalb der Kirche bei vielen Menschen.

Hier spüren wir ganz realistisch, wie Christus unsere Kirche lenkt und leitet. Trotz aller Schwierigkeiten und Rückschlägen wird unsere Kirche, das Erlösungswerk Christi für die Menschheit, bis zum Weltende nicht untergehen.

Wir dürfen im kirchlichen Bereich nicht mit Zahlen und Quoten, nicht mit Prozenten und Massen rechnen. Gott zwingt niemanden zu seinem Heil, sondern hat jedem freien Willen und Verstand gegeben, dass er sich entweder zu einer glücklich machenden Zukunft oder zu einem primitiven und dekadenten Lebensvollzug entscheiden kann.
Wir erleben, wie ein gottloses Volk ausstirbt, wir sehen, wie Gewalt, Menschenverachtung, Mord, Unehrlichkeit und Betrug zunehmen, wenn die Gebote Gottes verächtlich gemacht werden.

Eine Erziehung der Kinder und Jugendlichen ohne Gottesbezug ist nicht möglich. Wann sehen unsere Menschen das ein? Die Familie ist am Zerbrechen, die Scheidungsrate steigt von Tag zu Tag, die Liebe der Menschen untereinander schwindet; sie wird oft mit Sexualität verwechselt. "Gott ist die Liebe", wer Gott verachtet und negiert, kennt auch keine wahre Liebe mehr.
Jedes Mitglied unserer Bruderschaft hat die grosse Verantwortung, in seinem Umfeld den christlichen Glauben zu bekennen, Vorbild für seine Mitmenschen zu sein. Betet für einander, betet in den Anliegen der Kirche, betet um einen Priesternachwuchs, der glaubenstreu in der Kirche steht und das Evangelium nach der Lehre der Kirche verkündet. Erinnern wir uns, was Papst Benedikt in den ersten Tagen seines Pontifikats sagte:


"Bemüht Euch, mehr katholisch zu sein. Wir wollen mehr Bruder füreinander sein" (Ansprache in der Lateran-Basilika).

Hier in Rom bete ich jeden Tag für jeden einzelnen von Euch, während der hl. Messe bete ich in euren persönlichen Anliegen. Ich gehe oft in die Petersbasilika und bete für eine tiefe geistliche Ausrichtung unserer Bruderschaft. Ich bin bei jeder Mittwochsaudienz anwesend und bekunde - wenn der Heilige Vater vorbeifährt - die Treue der Bruderschaft zu unserem Papst. Ich wünschte, jeder von Euch könnte diese prägende religiöse Atmosphäre Roms hier miterleben.

Nun möchte ich allen, die nicht am Konvent in Seligenstadt teilnehmen konnten, etwas über dieses brüderliche Zusammensein berichten. Wir begannen mit einer Führung durch die historische Basilika, der hll. Marcellinus und Petrus. Der Berater und Biograph von Kaiser Karl dem Großen, Einhard, wollte die Abtei, deren Gründer er auf seinem Hofgut war, an die Zeugen der ersten Christenheit anbinden und so die enge Glaubensverbundenheit mit Rom bekunden. Deshalb übertrug er die Reliquien dieser römischen Märtyrer (in der diokletianischen Verfolgung 304 in Rom ermordet) in dieses Gebiet. Da durch die schnell zunehmende Heiligenverehrung der Ort zu einer 'beseligenden Stätte' wurde, entstand der Name Seligenstadt.
Seit dem Jahre 830 ist hier die klösterliche Mönchsgemeinschaft bezeugt. Die Abteikirche ist die größte karolingische Basilika nördlich der Alpen. Es war für mich sehr bewegend, an einer solch historisch und religiös wertvollen Stelle die hl. Messe zelebrieren zu dürfen. Die mächtig grosse Basilika war am Abend bei unserer Messe bis zum letzten Platz gefüllt. Die Choral-Schola von Seligenstadt gestaltete den gesanglichen Teil, die Predigt übernahm Pfarrer Josef Mohr, es assisstierte Diakon Andreas Blöink. Vier Mitbrüder zogen im weissen Mantel der Bruderschaft mit ein.

Im Pfarrheim referierte Bundestagsabgeordneter Norbert Geis in einem ausgezeichneten Vortrag über das Thema "Christliche Politik oder Christ in der Politik". Was er als Gesellschaftsanalyse bot, war für alle Zuhörer sehr bedenkenswert. Wir lassen als Christen vieles schlafmützig und gleichgültig über uns ergehen und erkennen nicht, wie unsere Kultur und damit unsere Gesellschaft zerstört werden.
Die Auflösung von Ehe und Familie (auch durch eine bedenkliche Gesetzgebung), die mangelnde Erziehung unserer Kinder, der Verlust von Wertvorstellungen wird uns in den kommenden Jahren schwer zu schaffen machen, wenn wir nicht aufwachen und gegensteuern. Wenn wir heute erfahren, dass in manchen "deutschen" Schulen 83% der Kinder aus der Türkei und den arabischen und asiatischen Staaten kommen, die gewaltbereit und frauenverachtend sind (vgl. die Artikel in 'BILD', wie diese Jungen unsere deutschen Mädchen betiteln), dann können wir schon heute voraussehen, was in unserem Land in 30 Jahren geschieht, wenn diese Bevölkerungsschicht die Politik bestimmen wird, die Deutschen aber nur zu 30-40% zur Wahl gehen. Die Antwort kann nicht sein - wie ich sie gehört habe - "dann lebe ich nicht mehr". Das ist verantwortungslos für die Zukunft unseres Landes. Es kann auch nicht gesagt werden: "Ich führe mein eigenes privates Leben und kümmere mich nicht darum, was draussen vorgeht." Wenn die Fensterscheiben eingeschlagen werden, das Auto in Brand gesteckt wird, wenn man abends auf der Strasse niedergeschlagen, ausgeraubt und erstochen wird, dann kann ich auch kein privates Leben mehr hinter Mauern führen.
Wenn Hab und Gut in Gefahr geraten, dann nutzen auch keine Alarmanlagen und Schusswaffen mehr. In einem solchen Land - und das ist unsere Heimat - möchte niemand mehr leben ausser den Chaoten. Unsere Bruderschaft ist eine vorbildliche Gebetsgemeinschaft, die ihren Platz in unserer Kirche hat. Wir sind Mitglied im "Forum Deutscher Katholiken", wo sich alle religiösen katholischen Gruppen zusammengeschlossen haben. Wir treffen uns zum kommenden Kongress vom 16. bis 18. Juni 2006 in Fulda. Wir alle müssen unseren Glauben bekennen und leben. Nur wenn wir fest überzeugt sind, dass Christus uns in seine Kirche berufen hat, können wir in den Dialog mit anderen Glaubensrichtungen eintreten.


Einladung durch den Präfekten im Patriarchat zu Rom,
Piazza Campo Marzio 45; rechts: Priester Armin Nagel
(Germanicum), geweiht am 10. Oktober 2005 in Sant' Ignazio

 

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