Bruderschaft der Heiligen Apostel Petrus und Paulus

 


 

Unsere nächsten Konvente

Am 2. Juli 2017 (Sonntag) feierliches 25jähriges Jubiläum des Bestehens unserer Bruderschaft. Wir haben vorgesehen die Heilige Messe in der Kirche St. Pantaleon in Köln zu feiern.

Wir wollen in diesem Jubiläumsjahr im Gebet und in der Heiligen Messe unserer sieben verstorbenen Mitbrüdern gedenken:

1. Riek, Heinz, † gest. 21.5.2004
2. Rauscher, Jörg, † gest. 8.1.2005
3. Dr. med. Gerhard, Heinz-Wilhelm, † gest. 22.2.2007
4. Ammerschläger, Hermann, † gest. 28.1.2009
5. Dr. phil. Wagner, Michael, † gest. 4.12.2009
6. Barthuber, Josef, † gest. 26.5.2011
7. Langenfeld, Walter, † gest. 29.5.2013

 

 

Konvent in Pirmasens-Niedersimten: vlnr. Mario Lisé, Hubert Gatzweiler.
Präfekt Edmund Dillinger, Carsten Neuheisel, Eric Bawor

Beten des Rosenkranzes am Grab des seligen Pfarrers Paul Josef Nardini in der Kapelle des Nardinihauses.

 

Was bedeutet uns der Glaube?
vom Präfekt der Bruderschaft

Auf die Frage, was uns der Glaube bedeutet, antworte ich mit dem Satz des Apostels Paulus im Hebräerbrief. Dort lesen wir: "Glaube ist Feststehen in dem, was man erhofft, Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht" (Hebr. 11, 1) Für die Ohren von vielen Menschen von heute in unseren hochwissenschaftlichen Ländern sind diese Worte ein Skandal. Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht? Fordert man nicht von uns, daß alles wissenschaftlich bewiesen sein muß? Alles wird durchexperimentiert. Was man nicht sehen kann, existiert nicht. Auch Liebe sieht man nicht, also existiert sie nicht; das erfahren wir doch ständig im Zerbrechen der 'Liebesbündnisse' der Ehe. Sogar Trauer und Schmerz, Freude und Heiterkeit können nicht echt sein - so wird jetzt öfters gesagt - , denn sie werden meist vor anderen geheuchelt. Man glaubt niemandem mehr. Ist nicht auf dieser psychologischen Ausgangsgrundlage der religiöse Glaube in unseren Breiten zum Problem geworden?

"Gott?", so wurde ich schon einige Male gefragt, "haben Sie ihn schon gesehen?" Oder in Bayern, wo man noch in alter Tradition "Grüß Gott" sagt, antwortete ein Tourist aus dem Norden Deutschlands: "Wenn du ihn siehst". Kürzlich las ich in einer Zeitschrift den Titel einer Abhandlung: "Gottesverachtung führt zu Menschenverachtung." Wie wahr ist diese Erkenntnis, wenn wir den Geschichtsverlauf in den verschiedenen Jahrhunderten, auch in unserer eigenen Lebenszeit verfolgen.

Schauen wir uns den Satz des Apostels Paulus an, was er vor dem Überzeugtsein sagt: "Feststehen in dem, was man erhofft". Und hier liegt das Problem unserer heutigen Menschen. Was erhoffen sich eigentlich unsere Menschen vom Leben, von ihrer Zukunft, von einem sinnerfüllten Engagement in der Gesellschaft? Sprechen wir nicht von der Ich-AG, von dem immer egoistischeren Verhalten der Menschen, von mangelnder Hilfsbereitschaft, vom Abschieben der alten und kranken Eltern in Pflegeheime, von Gewalt und Mobbing der Menschen untereinander in der Familie, am Arbeitsplatz und jetzt sogar auf unseren Schulhöfen? Die Menschen suchen den Augenblicksgenuß, im jetzigen Augenblick suchen sie das 'High Life', was morgen ist, steht auf einem anderen Blatt.
"Woran glaubst du?", so betitelte Missio-Aachen vor kurzer Zeit eine Aktion, wodurch erfragt werden soll, wofür die Menschen in Deutschland überhaupt leben, was ihre Lebensperspektive ist, woran sie eigentlich glauben.
Haben unsere Menschen überhaupt eine Perspektive für ihr Leben? Wir hören in den Untersuchungen über unsere Jugendlichen, daß sie resigniert seien, keine Lust zum Lernen und Studieren haben, überhaupt keine Arbeitsstelle wollen. Nach der letzten Zeugnisausgabe dieses Jahres ging die Meldung durch die Medien, daß ein Berliner Schüler das schlechteste Zeugnis Deutschlands bekommen habe: In allen Fächern ein 'Ungenügend'.



Wir müssen uns aber auch fragen: Was haben unsere Jugendlichen in den vergangenen Jahrzehnten angeboten bekommen? Vordringliches Erziehungsziel war die sexuelle Aufklärung, die zu fatalen Folgen geführt hat, die wir alle vorher überhaupt nicht erkannten. Der führende Sexualwissenschaftler H. J. Gamm, verantwortlich für die Sexualkunde-Richtlinien in den Schulen des damals sozialdemokratisch regierten Landes Hessen, schreibt ganz ungeniert: "Wir brauchen die sexuelle Stimulierung der Schüler, um die sozialistische Umstrukturierung der Gesellschaft durchzuführen und den Autoritätsgehorsam einschließlich der Kinderliebe zu den Eltern gründlich zu beseitigen" (zitiert bei: Christa Meves, "Kurswechsel", S. 199).
Christa Meves zitiert auch die unverblümte Absichtserklärung Kentlers, der schreibt: "Es kommt heute darauf an, Sexualerziehung bewußt als politische Erziehung zu etablieren und auf die experimentelle Situation des Sexuallebens so einzuwirken, daß das in ihr verborgene gesellschaftliche Veränderungspotential aktiviert wird." Diese Sätze müssen uns alle endlich aufwecken und uns erkennen lassen, was mit uns und unserer Gesellschaft eigentlich gespielt wird.
Die Begegnungen bei den Weltjugendtagen sprechen aber eine ganz andere Sprache. In einem Bericht zum Weltjugendtag in Rom im Jahre 2000 schreibt die Zeitung "Die Welt" (21.8.2000): "Die Mehrzahl der Jugend weltweit sehnt sich nach Werten, Idealen und einem moralischen Halt, den sie von Politikern und Parteien, Eltern und Schulen offenbar nicht oder
nur unzureichend bekommt. Der Papst vermochte es, den Jungen und Mädchen bei ihrer Suche nach dem Sinn zu helfen und einige Grundlagen des menschlichen Zusammenlebens zu vermitteln, die im Christentum verankert sind."
Im Text des Apostels Paulus finden wir also schon die Begründung: Alle diese resignierten, depressiven, lustlosen Menschen haben keine Hoffnung. "Feststehen in dem, was man erhofft".

 

Nun müssen wir an uns die Frage stellen: Was erhoffen wir Christen? Stehen wir fest in dem, was wir erhoffen?
Uns ist das ewige Leben bei Gott versprochen, eine Glückseligkeit in der Anschauung des ewigen Gottes, wenn wir auf das hören, was Christus uns lehrt. ‚Hören' bedeutet im Wortlaut des Textes: Gehorchen, befolgen, tun, was Christus gebietet.
Auch hier finden wir wieder bei unseren heutigen Menschen eine Schwierigkeit: Wer will schon gehorchen? Immer wieder hören wir: "Ich lasse mir von niemandem etwas sagen. Niemand darf in mein Leben hineinreden. Ich gebe mir meine eigenen Gesetze, ich mache aus meinem Leben, was ich will."
Hier haben wir Christen eine wichtige Aufgabe für unsere religionsfernen Mitmenschen: Wir haben die Verpflichtung, durch unser Vorleben, durch unser Beispiel und Verhalten, durch unser Reden den Menschen Hoffnung zu geben, Hoffnung zu vermitteln. Können wir unser Überzeugtsein weitertragen, damit es unsere Umgebung, die Familienangehörigen, die Kinder, die Schüler und Studenten in den Schulen und Universitäten, die Lehrlinge an den Arbeitsstellen prägt und formt?
Wir können es in der Gnade Gottes, durch unser Gebet, durch unser Opfer, durch unseren Verzicht.
Ich bin oft erstaunt, welchen Unsinn Menschen heute glauben. Und das widerspricht doch gerade der ungläubigen Haltung, von der ich zu Beginn gesprochen habe, daß der Mensch von heute nur glaubt, was er sieht. Weit gefehlt: Der 'Ungläubige' von heute glaubt an UFOS, an Menschen auf anderen Sternen, an Horoskope und Sterndeuterei, an Pendeln und Lesen im Kaffeesatz, an Kartenlegen und Wunder-Steine, er folgt willig Sektenpredigern und Visionären des Weltuntergangs. All das ist wissenschaftlich überhaupt nicht zu beweisen. Kürzlich behaupteten einige Prominente in Deutschland, sie hätten schon mal in früheren Zeiten gelebt. Prompt meldeten sich viele Menschen, die auch der Meinung waren, schon einmal gelebt zu haben. Einer äußerte, zur Zeit Jesu Kameltreiber gewesen zu sein und Jesus getroffen zu haben.
Wir als gläubige Katholiken dürfen uns heute nicht mehr im eigenen Privatleben, auch nicht im Kirchengebäude verstecken, sondern von uns ist offenes Bekenntnis verlangt. Machen wir uns bewußt, daß in der Hauptstadt Berlin nur noch 9 % Katholiken leben; auch in den als katholisch bezeichneten Städten Köln, Mainz, München leben nur noch 40 % Katholiken. Wir sind herausgefordert, unser Überzeugtsein als Lebensgrundlage offen und freimütig zu bekennen. Wir dürfen uns nicht in unserer Meinung fremd bestimmen lassen; wir dürfen uns nicht von den Medien vorschreiben lassen, was in der Öffentlichkeit als richtig oder falsch angesehen werden soll: Jahr für Jahr werden 100.000de Kinder vor der Geburt ermordet, aber unsere Bevölkerung regt sich auf, wenn ein räuberischer Bär getötet wird und verlangt den Rücktritt eines Ministers. Wer protestiert gegen die Tötung von Menschenleben? Wer verlangt hier den Rücktritt von Mandatsträgern der Politik? Im Kongo sind in den vergangenen Jahren zwei Millionen Menschen getötet worden. Aber niemand bei uns regt sich darüber auf. Bischof Walter Mixa (Augsburg) schreibt richtig: "In unserer Gesellschaft wird zu Recht über die zunehmende Kinderlosigkeit und die wachsende Alterspyramide geklagt. Jammern bringt nichts! Wir müssen alles tun, um uns für den Schutz des ungeborenen Lebens einzusetzen und werdenden Müttern Mut zu machen, das zu erwartende Kind auszutragen."

In der heutigen Diasporasituation erinnert unsere Lage als Katholiken fast an die Kulturkampfzeiten des 19. Jahrhunderts. Es ist heute und in Zukunft von zentraler Bedeutung, daß es bekennende Katholiken gibt, die öffentlich ihre Überzeugung vortragen, die sich für die Kirche und ihre Werte einsetzen. Für unser Land ist es wichtig, daß wir nicht nur eine Gesundheitsreform für den Körper diskutieren, sondern daß wir eine seelische Reform anpacken, die den Menschen wieder eine Lebensperspektive für eine Zukunft in und bei Gott darbietet. Nur ein Mensch, der sich auf Gott ausrichtet und sich in Gott geborgen weiß, kann sein eigenes Leben und das der Gemeinschaft gestalten. Nur der gläubige ;Mensch ist ein seelisch gesunder Mensch. Ein Land ohne Religion, ohne Gottesglauben verkümmert und stirbt aus.

Predigen wir diesen Ungläubigen oder besser diesen Wirrgläubigen die Botschaft von Christus, dem Herrn, der zu uns gekommen ist, um uns das Heil zu bringen, das Reich, das er aufbauen wird, damit wir darin glücklich leben können.

 


 

 

Nach dem Kovent in Seligenstadt verschickte der Präfekt von Rom aus ein Rundschreiben an alle Mitbrüder, indem er über den Konvent berichtete. Hier finden Sie das Rundschreiben des Präfekten aus Rom

 

Aktuelle Themen aus dem Jahresheft 2005 der Bruderschaft

Regionalkonvent West 2005 in Beckingen (Saarland)

Regionalkonvent Mitte 2005 in Mainz

Regionalkonvent Süd 2005 in München

 


Priesterweihe

Priesterweihe unseres Mitgliedes Diakon Armin Nagel in Rom - wir gaben Ihm Geleit.

Am Montag, den 10. Oktober 2005, um 9.00 Uhr wurde er in der Kirche Sant'Ignazio, Rom, von Erzbischof Dr. Werner Thissen zum Priester geweiht.

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