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Zur Geschichte und zur Zielsetzung
Im Jahre
1520 stiftete Papst Leo X. den Petrus-Orden zum Widerstand gegen die
Türken, welche in jener Zeit die Küsten des Kirchenstaates
bedrohten.
1534
vereinigte Papst Paul III. diesen Orden mit dem Paulus-Orden, den er
selbst gestiftet hatte.
Die Bruderschaft knüpft an diese historische Tradition an, da
in unserer Zeit Glaube und Kirche, Papsttum und Lehramt bekämpft
werden und mancherlei Bedrohungen unterliegen. Gebet und Glaubenstreue
sollen die Mitglieder der Bruderschaft bestärken und ihnen Kraft
zum Zeugnis geben.
In Verehrung und Liebe zum Papst wollen die Mitglieder der Bruderschaft
die Lehren der Konzilien, die Aussagen der päpstlichen Enzykliken
und die Texte des "Katechismus der Katholischen Kirche" durch
Vorträge, Tagungen und Akademien weiten Kreisen der Gesellschaft
verständlich machen und dadurch engeres Leben mit und in der Kirche
ermöglichen.
Mit diesen Überlegungen haben wir 1992 die "Bruderschaft
der heiligen Apostel Petrus und Paulus" gegründet. Die Mitglieder
sind Laien, junge und alte, Arbeiter und Akademiker, selbständige
Unternehmer und Angestellte.
1995 hat der Konvent Pfarrer Dillinger zum Präfekten (Leiter)
gewählt. Es hat sich als günstig erwiesen, dass in einer Laiengemeinschaft
ein Priester als theologischer Berater (er muss nicht der Leiter sein)
anwesend ist.
Als Zweck der Bruderschaft haben wir in unserer Satzung formuliert:
"Vertiefung des persönlichen Glaubenslebens durch das gemeinsame
Zeugnis, gegenseitige Hilfe durch das Gespräch und das Gebet füreinander."
In den fast 15 Jahren des Bestehens unserer Gemeinschaft haben wir
positiv erfahren, wie dieser Kontakt miteinander Trost, Hilfe und Zuversicht
in Notlagen, bei persönlichen Schwierigkeiten und in vermeintlichen
Ausweglosigkeiten bietet.
Bei plötzlichen Krankheitsfällen bilden wir eine Gebetskette,
wodurch der Kranke seelische Unterstützung erfährt.
In einem anderen Fall wurde ein junger Studienreferendar von seinen
Vorgesetzten wegen seiner Kirchenzugehörigkeit regelrecht gemobbt,
verhöhnt und heruntergesetzt. Er rief nacheinander einige Mitbrüder
an, die sofort das Gebet für diesen Mitbruder in Not begannen.
Wir können bezeugen, wie das Wissen um das fürbittende Gebet
Kraft und Mut, Ausdauer, Widerstandsfähigkeit und Selbstbewußtsein
gibt.
Die Bruderschaft trifft sich dreimal im Jahr zu ihren Konventen (Diskussion
einer Tagesordnung); damit verbunden sind öfters Vorträge
von Professoren, Journalisten oder Theologen. Am Abend gestalten wir
eine feierliche Eucharistie, danach treffen wir uns zum gemeinsamen
Abendessen.
Im Heiligen Jahr 2000 unternahmen wir eine Wallfahrt zu den Apostelgräbern
nach Rom. Wir gestalteten das Abendgebet auf dem Petersplatz (wurde
vom Vatikanischen Fernsehn und von K-TV Dornbirn übertragen), besuchten
die Glaubenskongregation und wurden von Kardinal Josef Ratzinger empfangen.
Kardinal Augustinus Mayer zelebrierte für uns die hl. Messe in
der Jugendkirche San Lorenzo in der Via della Conciliazione, Kardinal
Alfons M. Stickler hat in einer feierlichen Zeremonie in der Kirche
des Campo Santo Teutonico neue Mitglieder in die Bruderschaft aufgenommen.
Wir möchten den Wunsch zum Ausdruck bringen, dass alle katholischen
Gebetsgruppen untereinander in brüderlichem Kontakt stehen, um
auch so von der inneren und äußeren Einheit unserer Kirche
Zeugnis zu geben. Eine empfehlenswerte Möglichkeit dazu bietet
das "Forum Deutscher Katholiken".
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